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Die Fütterung Ihrer Katze

Als Fleischfresser benötigt die Katze vor allem eine proteinreiche (eiweißreiche) Ernährung. Pflanzliche Kost ist für die Katze nicht geeignet, weil sie bestimmte Nährstoffe braucht, die nur in Fleisch enthalten sind.

Eine ausgewogene Ernährung

Eine ausgewogene Ernährung hält die Katze gesund. Ausgewogen ist ihre Ernährung dann, wenn diese Proteine, Fett, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe in den richtigen Mengen und der richtigen Zusammensetzung enthält. Als Fleischfresser brauchen Katzen außerdem Nährstoffe, die in der Natur nur in Fleisch vorkommen.

Kalorien

Katzen sollten nur so viel Kalorien (Energie) zu sich nehmen, wie sie tatsächlich brauchen. Nimmt die Katze zu viel Kalorien zu sich, wird sie zwangsläufig zu dick. Der Kalorienbedarf wird von vielen Faktoren beeinflusst. Zum Beispiel vom Alter, dem körperlichen Zustand und der Aktivität. Heranwachsende Kätzchen, tragende und säugende Katzen haben einen höheren Kalorienbedarf als andere erwachsene Katzen. Weniger Kalorien benötigen dagegen nicht so aktive, im Haus lebende Katzen.

Sie können das Gewicht Ihrer Katze überprüfen, wenn Sie ihre Rippen befühlen. Sie sollten die Rippen Ihrer Katze fühlen, aber nicht sehen können.

Proteine

Was sind Proteine?

Proteine (Eiweiße) sind große Moleküle (chemische Baustoffe), die aus langen Ketten von Einzelbausteinen, den Aminosäuren, bestehen. Es gibt rund 20 Aminosäuren, die, jeweils anders angeordnet, eine riesige Anzahl unterschiedlicher Proteine bilden.

Was hat das mit der Ernährung meiner Katze zu tun?

Proteine übernehmen lebenswichtige Aufgaben im Körper. Sie steuern den Stoffwechsel (das ist der Überbegriff für alle chemischen Prozesse im Körper, bei denen notwendige Stoffe aufgebaut und unnötige abgebaut werden). Sie sind der wichtigste Körperbaustoff, es gibt kein Gewebe, das nicht zu einem großen Teil aus Proteinen aufgebaut ist. Daher werden sie auch für Wachstum und Regeneration (Genesung nach Krankheit oder Verletzung) gebraucht. Sie sind deshalb für Kätzchen, tragende und säugende Katzen und auch für Tiere, die sich nach einer Krankheit oder Verletzung erholen, unverzichtbar. Außerdem sind sie eine wichtige Kalorienquelle in der Katzenernährung.

Die Katze hat einen höheren Proteinbedarf als viele andere Säugetiere. Denn im Gegensatz zu Pflanzenfressern kann sie die Proteine, die sie braucht, nicht selbst herstellen. Um diesen hohen Proteinbedarf zu decken, braucht die Katze deshalb eine speziell entwickelte Katzennahrung.

Eine Katze benötigt in ihrer Nahrung vor allem Protein tierischer Herkunft. Dieses versorgt sie mit speziellen Aminosäuren (essentielle Aminosäuren), die ihr Körper nicht bilden kann. Ihre Nahrung muss ihr diese &

Arginin: Ein Mangel an Arginin ist sehr ernst zu nehmen und kann tödlich sein. Denn Arginin hilft der Leber den Körper zu entgiften. Arginin findet man in tierischem Gewebe, wie Fleisch, und in jeder qualitativ hochwertigen Katzennahrung.

Taurin: Taurinmangel kann zu Erblindung und Herzkrankheiten führen. Vergewissern Sie sich, dass die Nahrung Ihrer Katze ausreichende Mengen an Taurin enthält. Wie schon gesagt: Taurin ist in tierischen Geweben enthalten und so gut wie gar nicht in pflanzlichen Nahrungsbestandteilen.

Fett

Fettsäuren sind ein Baustein von Fetten. Zwei Fettsäuren – Linolsäure und Arachidonsäure benötigt Ihre Katze für ihre Gesundheit. Sie müssen in ihrer Nahrung enthalten sein. Eine Unterversorgung dieser Fettsäuren wird sich zum Beispiel in trockener Haut und stumpfem Fell widerspiegeln.

Arachidonsäure findet man in tierischen Fetten, aber nicht in pflanzlicher Nahrung – noch ein Grund mehr, warum Katzen nicht vegetarisch ernährt werden können.

Fette ermöglichen außerdem die Resorption (Aufnahme) der Vitamine A, D, E und K. Sie sind notwendig für die Gesundheit und das Wohlergehen Ihrer Katze. Und Fette bringen Geschmack ins Fressen.

Kohlenhydrate

In der Natur enthält die Nahrung von Katzen viel Protein und wenig Kohlenhydrate. Sie könnten ganz ohne Kohlenhydrate auskommen – ein besonderer Bedarf an Kohlenhydraten bei Katzen ist nicht bekannt. Allerdings stellen Kohlenhydrate eine gute Kalorienquelle dar und sind deshalb ein wichtiger Bestandteil in vielen Sorten von Katzennahrung.

Ballaststoffe, eine besondere Gruppe der Kohlenhydrate, spielen beim Menschen eine wichtige Rolle für die Verdauung – und wie wir wissen, auch bei Katzen. Studien haben ergeben, dass die Zugabe verschiedener Ballaststoffe, wie zum Beispiel Zuckerrübenfasern, die Gesundheit des Magen-Darm-Traktes der Katzen unterstützen.

Vitamine

Vitamine regulieren alle wichtigen Funktionen des Körpers. Die meisten Vitamine können nicht im Körper gebildet werden und müssen deshalb in der Nahrung enthalten sein.

Vitamine können in 2 Gruppen unterteilt werden:

fettlöslich

wasserlöslich

Die fettlöslichen Vitamine – A, D, E and K – werden im Körper gespeichert. Sind die Vitaminspeicher gefüllt, muss die Katze sie nicht täglich zu sich nehmen.

Im Gegenteil: Bei fettlöslichen Vitaminen besteht die Gefahr der Überversorgung, die ebenso schädlich ist wie ein Vitaminmangel. Frische Leber enthält beispielsweise sehr viel Vitamin A. Füttern Sie davon große Mengen, kommt es zu einem übermäßigen Knochenwachstum, das zu Lahmheit und Verkrüppelung führen kann. Man nennt dieses Krankheitsbild folgerichtig Vitamin-A-Vergiftung.

Wenn Ihre Katze gesund ist, geben sie ihr kein zusätzliches Vitaminpräparat, das eines der fettlöslichen Vitamine enthält. Es schadet in der Regel mehr als es nützt.

Wasserlösliche Vitamine werden nicht gespeichert und müssen regelmäßig zugefüttert werden – am Besten täglich. Menschen benötigen Vitamin C für ihre Ernährung, aber Katzen können es in ihrem Körper bilden. Was Katzen in ihrer Nahrung brauchen, sind die B-Vitamine: Vitamin B1 (Thiamin), Vitamin B2 (Riboflavin), Vitamin B6 und Vitamin B12 (Cobalamin). In der Regel sind aber ausreichend Vitamine in der kommerziellen Katzennahrung enthalten.

Mineralstoffe

Mineralstoffe sind nicht-organische (d. h. weder von Pflanzen noch von Tieren zu bildende) Nährstoffe, die in Mengen- und Spurenelemente unterteilt werden. Die verschiedenen Mineralstoffe spielen unterschiedliche Rollen bei Stoffwechsel und Körperfunktion.

Am Knochenaufbau sind hauptsächlich die Mineralstoffe Kalzium und Phosphor beteiligt. Besteht ein Mangel an diesen Mineralstoffen, kann der Knochen nicht hart werden. Daher sind beide Mineralstoffe so bedeutsam für eine gesunde Ernährung.

In der Nahrung Ihrer Katze sollte auch enthalten sein:

Kalium

Natrium

Chlor

Magnesium

Spurenelemente wie Eisen, Kupfer, Mangan, Zink und Selen

Wasser

Wasser wird auf der Liste der Nährstoffe schnell vergessen, obwohl ohne es kein Leben möglich ist.

Wasser hat viele Aufgaben im Körper:

Es ist ein Lösungsmittel, ohne dass die vielfältigen chemischen Prozesse im Organismus unmöglich wären.

Es ist der Hauptbestandteil des Blutes. Es transportiert daher Sauerstoff und Nährstoffe innerhalb des Körpers sowie Kohlendioxid und Abfallstoffe aus dem Körper heraus.

Es trägt zur Regulierung der Körpertemperatur bei.

Es ist notwendig bei der Verdauung von Nährstoffen und bei der Entsorgung von Verunreinigungen über die Nieren.

Sorgen Sie dafür, dass Ihre Katze immer an sauberes, frisches Wasser herankommt, besonders, wenn Sie sie mit Trockennahrung füttern.

Eine Katze ist kein Hund!

Die Katze ist eigen, zumindest, was ihre Ernährung betrifft. Sie unterscheidet sich von anderen Säugetieren, wie zum Beispiel dem Allesfresser Hund, in ihrer Abhängigkeit von Nahrung auf Fleischbasis. Ihr Körper hat sich an eine überwiegende Fleisch-Ernährung angepasst.

Katzen sind von bestimmten spezifischen Nährstoffen abhängig, die sich nur in Fleisch finden. Katzen müssen zum Beispiel die Aminosäuren Arginin und Taurin, die essentielle Fettsäure Arachidonsäure und Vitamin A mit der Nahrung zu sich nehmen.

Von Natur aus ernähren sich Katzen von viel Protein und wenig Kohlenhydraten. Eigentlich brauchen Katzen nicht unbedingt Kohlenhydrate, aber sie sind als Kalorienquelle nützlich. Da Katzen größere Mengen von schwer verdaulichen Kohlenhydraten nicht gut vertragen, sollten in ihrem Futter nur leicht verdauliche Kohlenhydrate enthalten sein.

Wählen Sie eine Ernährung aus, die speziell für Katzen hergestellt wird, und beachten Sie den einzigartigen Nährstoffbedarf der Katzen.

Kommerziell hergestellte Katzennahrung

Markenhersteller garantieren, dass in ihrer Katzennahrung alle wichtigen Nährstoffe in ausgewogener Zusammensetzung enthalten sind. Sie verbürgen sich auch für die Qualität ihrer Produkte. Grundsätzlich unterscheidet man je nach Wassergehalt Nass- und Trockennahrung.

In Dosen ist das sogenannte Nassfutter sicher und haltbar verpackt. Es gibt diese Futterart seit vielen Jahren auf Basis von Fleisch oder Fisch. Seit kurzem gibt es Nassfutter auch in Einzelportionen in Aluminiumschalen und in Beuteln, um es zu jeder Mahlzeit frisch zu servieren.

Trockennahrung enthält weniger Wasser. Die Nährstoffe sind darin konzentriert. Es ist lange haltbar und praktisch zu füttern.

Sie können Ihrer Katze ausschließlich Nass- oder Trockennahrung füttern. Sie können aber auch beide Futterarten kombinieren – wie Ihre Katze es bevorzugt. Denken Sie aber daran, ihr viel Trinkwasser zu geben, besonders, wenn sie nur Trockennahrung erhält.

Milch

Sobald das Kätzchen entwöhnt ist, braucht es keine Milch mehr. Beim Füttern von Kuhmilch sollte man vorsichtig sein. Denn obwohl die meisten Katzen Kuhmilch sehr gerne auflecken, vertragen sie nur die wenigsten.

Das liegt an der Laktose, dem Milchzucker. Ausgewachsene Katzen besitzen nicht das nötige Enzym (Verdauungsferment) für die Verdauung von Milchzucker und können Durchfall bekommen. Wenn Sie nicht wissen, ob Ihre Katze Laktose verträgt, ihr aber Milch geben möchten, besorgen Sie für sie spezielle laktose-reduzierte Milch.

Kätzchen

Vor der Entwöhnung ist das Kätzchen von der Milch seiner Mutter abhängig. Danach von Ihnen.

Eine ausgewogene, nährstoffreiche Nahrung ist für das gesunde Wachstum und die Entwicklung der jungen Katze unverzichtbar. Sie wird ihr bei der Vorbereitung auf ein langes, aktives und gesundes Leben helfen. Vergewissern Sie sich, dass ihre Nahrung Proteine, Fett, Kohlenhydrate, Vitamine und Mineralstoffe in der Zusammensetzung enthält, die sie für ihr Wachstum braucht.

Entwöhnung

In ihren ersten Lebenswochen sind die Kätzchen ganz allein auf die Muttermilch angewiesen und brauchen keine zusätzliche Nahrung.

Gelegentlich ist die Milchversorgung durch die Mutter nicht ausreichend. In so einem Fall sollten Sie Ihren Kätzchen einen speziell hergestellten Muttermilchersatz geben. Sie erhalten ihn bei Ihrem Tierarzt. Nehmen Sie keine Kuh- oder Ziegenmilch. Beide haben andere Nährstoffeigenschaften als Katzenmilch und sollten nicht an Kätzchen verfüttert werden.

Wenn sie drei oder vier Wochen alt sind, interessieren sich Kätzchen mehr und mehr für ihre Umwelt – auch für die Nahrung ihrer Mutter. Wenn Sie ihnen zum ersten Mal feste Nahrung anbieten, sorgen Sie dafür, daß sie klein geschnitten ist – oder weichen Sie sie ein, wenn es sich um Trockennahrung handelt. Geben Sie den Kätzchen die Nahrung auf einem flachen Teller. Natürlich ist es am besten, spezielle Katzenkindernahrung zu verwenden. Nach und nach werden sie immer mehr feste Nahrung zu sich nehmen, bis sie nach ca. acht Wochen vollständig entwöhnt sind.

Waisenkätzchen

Das Füttern von verwaisten Kätzchen ist eine Herausforderung. Kätzchen ohne Mutter haben zwei lebenswichtige Bedürfnisse:

eine geeignete Umgebung

richtige Ernährung

Kätzchen brauchen eine warme Umgebung, die in den ersten Wochen durch eine Wärmelampe oder eine in Decken gewickelte Wärmflasche geschaffen werden sollte. Außerdem müssen kleine Kätzchen in den ersten drei Lebenswochen dazu angeregt werden, zu urinieren und zu koten. Die Katzenmutter leckt dazu mit ihrer Zunge den Bauch und den After des Kätzchens. Sie können das mütterliche Verhalten dadurch simulieren, dass Sie mit einem warmen, feuchten Wattebausch (ähnlich der Zunge der Mutter) den After, die Genitalgegend und die untere Bauchdecke massieren.

Kätzchen, die noch keine Woche alt sind, müssen sechsmal am Tag oder alle vier Stunden, zu Tag- und Nachtzeiten, gefüttert werden. Katzenmilch hat einen höheren Anteil an Fett und Proteinen als Kuh- oder Ziegenmilch. Füttern Sie deshalb verwaiste Kätzchen nicht mit &

Wenn die Kätzchen ca. drei Wochen alt sind, fangen sie an, ihre Umgebung immer intensiver zu erkunden. Sie sind dann meist in der Lage, ihren Milchersatz aus einem Napf zu schlecken oder sogar schon an fester Nahrung zu knabbern. Geben Sie jungen Kätzchen so viel Nahrung, wie sie möchten; sie überfressen sich in diesem Stadium ihres Lebens nur sehr selten. Nehmen Sie äußerst schmackhafte, kalorien- und nährstoffreiche Nahrung für Kätzchen.

Mit ungefähr acht Wochen werden die Kätzchen gänzlich entwöhnt sein.

Wachstum der Kätzchen

Zum Wachsen braucht das Kätzchen jede Menge Energie. Ein Kätzchen benötigt bis zu viermal mehr Kalorien pro Kilo Körpergewicht als eine erwachsene Katze. Andererseits ist der Magen des Kätzchens viel kleiner als der eines Erwachsenen und anfangs nicht viel größer als ein menschlicher Daumennagel. Darum muss die Ernährung sehr reich an Kalorien und Nährstoffen sein. In diesem Fall genügen kleinere Mengen Futters, um es mit allen Nährstoffen zu versorgen und der kleine Magen wird nicht unnötig belastet. Um sicherzustellen, daß Ihr Kätzchen genug Nahrung bekommt, lassen Sie es so viel wie möglich fressen. Stellen Sie ihm darüber hinaus viel frisches Wasser hin.

Kätzchen brauchen mehr Proteine als erwachsene Katzen, und diese Proteine müssen die richtigen Aminosäuren für das Wachstum enthalten. Außerdem brauchen sie bestimmte Vitamine und Mineralstoffe – in der richtigen Menge und Zusammensetzung – für gesunde Knochen und Zähne. Handelsübliche Nahrung für Katzenkinder entspricht ihren schwierigen Nährstoffansprüchen. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt oder dem Züchter über die Auswahl eines qualitativ hochwertigen Produktes.

Mit acht oder neun Monaten können die jungen Katzen langsam an Nahrung für erwachsene Katzen gewöhnt werden. Am besten, Sie mischen schrittweise immer mehr Futter für erwachsene Katzen unter die Nahrung für Katzenkinder. Die meisten Katzen erreichen ihr Endgewicht im Alter von einem Jahr. Männliche Katzen brauchen ein wenig länger dafür als weibliche.

Ist die Katze ein Jahr alt, sollte sie Nahrung für erwachsene Katzen fressen. Zu diesem Zeitpunkt können Sie die Fütterungszeiten auf zwei Mal am Tag reduzieren. Denken Sie aber daran, dass einige kleine Mahlzeiten, über den Tag verteilt, dem natürlichen Fressverhalten der Katze entsprechen.

Das Kätzchen nach Hause bringen

Das Zuhause zu wechseln ist für ein Kätzchen anstrengend. Sie können ihm die Eingewöhnung erleichtern, indem Sie klare und gewohnte Verhältnisse schaffen. Erfragen Sie die Fressgewohnheiten von ihrem bisherigen Besitzer welche Art Nahrung sie gegessen hat, wie viel und wann. Übereilen Sie den Wechsel zu einer anderen Ernährung bei Ihrem Kätzchen nicht. Wenn Sie etwas ändern wollen, warten Sie damit, bis es sich eingewöhnt hat, und gewöhnen Sie es allmählich über eine Woche an neue Nahrung.

Wenn Ihr Kätzchen bei Ihnen zuhause ankommt, kann es Magenprobleme oder Durchfall bekommen. Es hat gerade erst seine Mutter verlassen und ist mit einem fremden, neuen Zuhause konfrontiert. Wenn der Durchfall länger als 24 Stunden anhält oder schlimmer wird, konsultieren Sie Ihren Tierarzt.

Geben Sie Ihrem Kätzchen eigene Nahrungs- und Wassernäpfe. Halten Sie diese sauber (und getrennt vom Familiengeschirr). Sorgen Sie dafür, dass immer frisches Wasser zur Verfügung steht. Wenn Ihr Kätzchen gerade erst von der Mutter entwöhnt ist, braucht es vier oder fünf Mahlzeiten am Tag. Lassen Sie es fressen, so viel es will. Mit acht bis neun Monaten können seine Fütterungszeiten langsam auf zweimal am Tag begrenzt werden, obwohl mehrere kleine Mahlzeiten dem natürlichen Essverhalten der Katze eher entsprechen.

Kätzchen wachsen sehr schnell, und genauso wächst ihr Appetit und Nahrungsbedarf. Erhöhen Sie entsprechend die Nahrungsmenge, die Sie Ihrem Kätzchen geben. Hier ist eine gute Faustregel: Lassen Sie die Nahrung 20 bis 30 Minuten stehen, und werfen Sie das Übriggebliebene weg. Sie werden feststellen, dass männliche Kätzchen mehr fressen und schneller wachsen als weibliche. Außerdem sind sie als ausgewachsene Tiere schwerer.

Ausgewachsene Katzen

Die Menge an Nahrung, die eine Katze braucht, ist individuell und hängt von der Größe, der Aktivität und vom Gesamtzustand der Katze ab. Sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt darüber, wie viel Ihre Katze fressen sollte.

Wissenschaftliche Untersuchungen haben ergeben: Katzen, denen man ständig Zugang zu Nahrung gewährt, neigen dazu, häufig kleine Mahlzeiten zu sich zu nehmen und diese über Tages- und Nachtzeiten zu verteilen. Die meisten Katzen gewöhnen sich aber ganz leicht an die Fütterungszeiten, die ihr Besitzer festlegt. Normalerweise erhalten erwachsene Katzen mindestens zwei Mahlzeiten am Tag.

Katzen haben einen sehr eigenen Geschmack, was ihre Nahrung betrifft und können sehr wählerisch sein. Anders als Hunde können Katzen Nahrung, die sie nicht mögen, so lange ablehnen, bis sie fast verhungert sind.

Wasser ist ein wichtiger Teil der Katzennahrung. Sorgen Sie dafür, dass immer frisches Trinkwasser für Ihre Katze bereitsteht, besonders dann, wenn sie mit Trockennahrung gefüttert wird. Beobachten Sie, wie viel oder wie wenig sie trinkt. Bringen Sie sie umgehend zu Ihrem Tierarzt, wenn es eine plötzliche Veränderung im Trinkverhalten gibt. Solche Veränderungen können der Beginn für verschiedene medizinische Probleme sein. Denken Sie jedoch daran, dass Ihre Katze auch aus anderen Wasserquellen trinken könnte einschließlich Pfützen, Wasserhähnen und der Toilette.

Wenn Ihre Katze übergewichtig ist, reduzieren Sie die Nahrungsmenge pro Mahlzeit. Geben Sie ihr keine Snacks und keine Belohnungen zwischen den Mahlzeiten (Vergewissern Sie sich, dass Ihre Nachbarn sie nicht ohne Ihr Wissen füttern!). Inaktive Katzen, die im Haus leben, neigen eher zu Übergewicht als aktive Katzen, die draußen herumlaufen. Spielen Sie deshalb mit Ihrer Katze, um ihre Aktivität zu steigern und sie schlank und fit zu halten.

Wenn Ihre Katze erheblich übergewichtig ist, sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt. Er kann Ihnen ein spezielles Programm zur Gewichtsreduzierung und eine kalorienreduzierte Ernährung empfehlen. Streben Sie eine allmähliche, kontrollierte Gewichtsreduzierung unter genauer Überwachung an, und setzen Sie Ihre Katze niemals auf Null-Diät dies könnte ihr schaden und für einige Katzen sogar tödlich sein.

Katzen während der Aufzucht

Wenn Sie glauben, daß Ihre Katze tragend ist, fragen Sie Ihren Tierarzt um Rat. Während der Tragzeit wird Ihre Katze mehr und spezielle Nahrung brauchen, damit die ungeborenen Kätzchen wachsen können. Anders als die meisten tragenden Tiere, die zum Ende der Schwangerschaft das meiste Gewicht haben, beginnt die schwangere Katze fast sofort nach der Paarung mehr zu fressen. Sie steigert die Nahrungsaufnahme allmählich. Während der letzten zwei Wochen der neunwöchigen Tragezeit kann es sein, dass sie doppelt so viel frisst wie sie es normalerweise tut. Ihre Katze plant voraus, indem sie extra Kalorien im Körper speichert. Diese kann sie später in der Schwangerschaft und beim Säugen verbrauchen. In dieser Zeit könnte es schwer für sie werden, ihren Bedarf durch Fressen zu decken.

Während der gesamten Schwangerschaft und der Säugezeit sollten Sie Ihrer Katze so viel zu fressen geben, wie sie möchte. Idealerweise sollte die Nahrung besonders viel Energie, d. h. Kalorien enthalten das Magenvolumen der Katze ist begrenzt, wenn ihr Bauch voller Kätzchen ist. Während der Säugezeit sollten Sie darauf achten, dass auch nachts Nahrung für sie bereitsteht.

Der Kalorienbedarf der säugenden Katze hängt von der Anzahl der Kätzchen und deren Alter ab. Diese Faktoren beeinflussen die Milchmenge, die sie produziert. In der fünften oder sechsten Woche nach der Geburt kann die gemeinsame Nahrungsaufnahme von Mutter und Kätzchen bis zu dreimal höher sein als bei einer erwachsenen Katze. Behalten Sie die Fütterung auf dem erhöhten Stand bei, bis die Kätzchen entwöhnt sind; kehren Sie dann langsam zu der normalen Nahrungsmenge der Katze zurück.

Der Allgemeinzustand und die Gesundheit der Mutterkatze sind die besten Signale dafür, ob sie genug zu fressen bekommt. Schauen Sie nach Anzeichen für Gewichtsverlust oder zunahme, und passen Sie ihre Mahlzeiten entsprechend an.

Kätzchen fangen mit drei bis vier Wochen an, feste Nahrung zu sich zu nehmen, aber sie sollten nicht gänzlich entwöhnt werden, bevor sie acht Wochen alt sind.

Ältere Katzen

Während der letzten Jahrzehnte ist die Lebenserwartung der Katze erheblich gestiegen. Dies ist das Ergebnis von Fortschritten in der Tiermedizin, der Prävention von lebensbedrohenden Krankheiten, verbesserter Katzenpflege und -ernährung. Wenn Sie Ihre ältere Katze mit einer entsprechenden Nahrung versorgen, helfen Sie ihr, ihre Lebensdauer zu verlängern und ihre Lebensqualität zu erhalten. Richtige Nahrung trägt dazu bei, Krankheiten zu verhindern und besondere Bedürfnisse zu befriedigen.

Menschen und Hunde verraten ihr Alter unter anderem durch graue Haare und graue Bärte bzw. Schnauzen. Bei Katzen ist dies nicht der Fall. Ältere Katzen ändern sich im Aussehen und Benehmen nicht. Daher ist es manchmal schwierig festzustellen, wann eine Katze ein Senior wird. Die meisten Experten sagen, dass der Stoffwechsel einer Katze sich ändert, wenn sie sieben bis acht Jahre alt ist dann kann sie als &

Ältere Katzen werden langsamer und manche legen an Gewicht zu. Wissenschaftliche Untersuchungen am Waltham Zentrum für Heimtierhaltung und Ernährung haben aber gezeigt, dass viele ältere Katzen eher dazu neigen, untergewichtig zu werden: Weil sie nicht mehr wie gewohnt in der Lage sind, Proteine und Fett zu verdauen, gewinnen sie aus ihrer Nahrung weniger Kalorien. Wenn ältere Katzen ständig Zugang zu Nahrung haben, können sie dies ausgleichen, indem sie einfach mehr fressen. Sie können ihren Bedarf jedoch nicht decken, wenn ihre Nahrungsmenge begrenzt ist, oder wenn sie keine großen Mengen fressen können. Sie fangen an, Gewicht zu verlieren auch dann, wenn sie weiterhin Standardnahrung für erwachsene Katzen bekommen.

Bieten Sie Ihrer älteren, schlanken Katze so viel Futter an, wie sie fressen kann. Geben Sie ihr konzentrierte Seniorennahrung, die qualitativ hochwertige Nährstoffe in den geeigneten Mengen enthält. Wenn Ihre ältere Katze jedoch sehr dünn ist oder an Gewicht verliert, sprechen Sie mit Ihrem Tierarzt.

Überprüfen Sie den körperlichen Zustand Ihrer Katze und ihr Gewicht durch regelmäßige Gewichtskontrolle und Besuche bei Ihrem Tierarzt.

Ältere Katzen können aber auch übergewichtig sein. Sie erhalten eine kalorienreduzierte Ernährung zur Gewichtsabnahme oder Gewichtskontrolle.

Katzen im Seniorenalter haben häufig Zahnprobleme, die zu Schmerzen im Maul oder Zahnverlust führen können. Diese Leiden müssen bald von Ihrem Tierarzt behandelt werden, denn sie können andere schwere Erkrankungen zur Folge haben. In der Zwischenzeit helfen Sie Ihrer Katze, wenn ihr Maul entzündet ist, indem Sie ihre Nahrung befeuchten und klein schneiden.

Denken Sie daran, Ihrer Katze immer frisches, sauberes Wasser zu geben. Beobachten Sie, wie viel Ihre Katze trinkt. Suchen Sie umgehend medizinischen Rat, wenn Ihre Katze viel mehr trinkt als zuvor. Das könnte der Anfang einer Anzahl medizinischer Probleme sein.

Leider gibt es bestimmte Krankheiten, die häufiger bei älteren Katzen auftauchen: unter anderem Hyperthyreose (Überfunktion der Schilddrüse), Diabetes mellitus (Zuckerkrankheit) und Nierenversagen. Bringen Sie Ihre Katze regelmäßig zur Untersuchung zum Tierarzt. So stellen Sie sicher, dass diese Krankheiten so früh wie möglich entdeckt werden.

Vorlieben bei der Nahrung

Geschmack ist etwas Individuelles, auch bei Katzen. Die eine mag Fisch, die andere lieber Fleisch. Letztlich wird Ihre Katze Ihnen schon vermitteln, was sie mag: Indem sie die Nahrung frisst oder stehen lässt.

Lassen Sie Ihre Katze die vielen Geschmacksrichtungen und Arten der handelsüblichen Nahrung ausprobieren. Es gibt eine Auswahl an nasser Nahrung mit unterschiedlicher Konsistenz. Zum Beispiel Stücke in Sauce, Aspik und in Pastetenform. Oder Trockennahrung in verschiedenen Geschmacksrichtungen und unterschiedlichen Formen. Wechseln Sie öfter mal die Geschmacksrichtung. Dann wird sie weniger pingelig und eher bereit sein, neues Futter zu akzeptieren.

In aufregenden Zeiten bevorzugen die meisten Katzen das Gewohnte. Ihre Katze könnte den Appetit verlieren, wenn sie das Gefühl hat, dass ihr normaler Lebensrhythmus unterbrochen ist. Wenn z. B. die Familie umzieht oder die Katze vorübergehend woanders untergebracht wird, oder wenn ein neues Heimtier oder auch nur ein neues Möbelstück auf der Bildfläche erscheint. Schenken Sie ihr in stressgeladenen Zeiten viel Liebe und Aufmerksamkeit, damit sie das Gefühl der Sicherheit zurückgewinnt.

Wenn Sie Ihrer Katze Nahrung geben müssen, die sie nicht mag z. B. eine bestimmte Diät, die von Ihrem Tierarzt verschrieben wurde – gewöhnen Sie sie langsam daran. Mischen Sie die neue Nahrung unter das, was sie mag. Und erhöhen Sie die Menge der neuen Nahrung täglich, bis Sie komplett umgestellt haben. Manchmal ist es auch hilfreich, die ungewohnte Nahrung etwa auf 35 °C zu erwärmen. Die Ernährung einer Katze umzustellen, kann eine Herausforderung sein, aber mit Ausdauer und Geduld gelingt es fast immer.

Die meisten Katzen mögen keine kalte Nahrung, die direkt aus dem Kühlschrank kommt. Sie ziehen Nahrung vor, die Zimmertemperatur hat, die also eher der Temperatur ihres eigenen Körpers und der von frischer Beute entspricht. Wenn Sie eine geöffnete Dose mit Fertignahrung im Kühlschrank aufbewahren, nehmen Sie sie für einige Zeit heraus, bevor Sie sie servieren, damit sich die Nahrung auf Zimmertemperatur erwärmt. Wenn Ihre Katze die Nahrung stehen lässt, versuchen Sie, das Futter auf ungefähr 35 ° C zu erhitzen. Aber achten Sie darauf, dass es nicht zu heiß wird. Alternativ dazu können Sie Einzelportionen in Aluminiumschalen oder Beuteln zum Fressen geben.

Denken Sie auch daran, die Fressnäpfe Ihrer Katze sauber zu halten. Der Geruch von abgestandener Nahrung kann manche Katzen davon abbringen, zu fressen und für Menschen ist er auch nicht so angenehm.

Gesunde Katzennahrung

In den letzten Jahren sind wir uns über den engen Zusammenhang zwischen Ernährung und Gesundheit bewusst geworden, sowohl bei Menschen als auch bei Heimtieren. Wir wissen, dass die Ernährung alle Nährstoffe enthalten und ausgewogen sein muss. Nur so wird eine normale Entwicklung und Aktivität gewährleistet. Darüber hinaus wird die Entwicklung von Krankheiten verhindert, die auf eine Mangel- oder eine Überdosierung von einem oder mehreren Nährstoffen zurückzuführen ist.

Seit kurzem haben Forscher das Konzept von Nahrung mit funktionellem Nutzeffekt oder Positiver Ernährung untersucht: Wenn bestimmte Nahrungsarten oder Nahrungszusätze der normalen Ernährung beigefügt werden, können sie einen Zusatz-Nutzen für die Gesundheit bewirken. Dieser geht über die Deckung des normalen Bedarfs hinaus, stärkt die Gesundheit des Individuums und kann dabei helfen, Krankheiten zu verhindern.

Hersteller von Katzennahrung untersuchen Nährstoffe, die dazu beitragen, die natürlichen Abwehrmechanismen der Katze zu stärken. Es werden Nahrungsmittel für Katzen entwickelt, die die Gesundheit des Harntraktes, des Magen-Darm-Traktes, der Zähne und der körpereigenen Abwehr fördern. Fragen Sie Ihren Tierarzt, welche Produkte erhältlich sind.